Heia Safai

oder: Heute, vor 25 Jahren

So, noch eine Stunde bis zur letzten Sendung aus Tshwane (Pretoria). Dann wissen wir, wie es weitergeht. Entweder, wenn Brasilien gewinnt, oder unentschieden spielt, nach Jo´burg. Dort dann die nächste Sendung am Mittwoch, vom Training. Oder zurück nach Bloemfontein. Bitte nicht, denn die Kabelwege sind nicht gerade nett, und es würde wieder 462km zurück heißen.

Was war denn sonst so in den letzten Stunden los? Nun, wir hatten ja beschlossen, am freien Tag nach Pilanesberg zu fahren, in den Nationalpark. Irgendwie wurde die Abfahrzeit immer weiter nach hinten geschoben, mein Vorschlag von 4 Uhr morgens immer mehr zurück gedrängt. Also war dann um 7:45 Uhr Abfahrt. 2 Stunden später, endlich da. Und obwohl wir noch nicht mal am richtigen Eingang waren, ging schon die erste Diskussion los, die sich dann an der Rezeption fortsetzte. Denn irgendwie passten die Infos, die Einer besorgt hat, nicht mit dem zusammen, was man uns dort erzählte. Nun ja, 6 Leute, die diskutieren, fragen, reichen, also zogen Wim und ich uns in den Hintergrund.
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Endergebnis: die nächste Tour um 15 Uhr wird genommen, was bis dahin? Denn jetzt waren wir im Nirgendwo. Irgendwann kam die Idee auf, einen Zoo zu besuchen. Ah ja, in Afrika einen Zoo Winking Und der soll gegen das Zoom in Gelsenkirchen ankommen? Um es vorwegzunehmen, er kam es nicht.
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In einem Punkt dort hatten wir echtes Glück: ein Löwe, der versucht, nach seinem Mittagsmahl Sex zu haben, echt sehenswert. SIE war ganz schön gelangweilt, er versuchte es drei Mal, und jedes Mal endete es mit einem lauten Brüllen.
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Und die Meerkatzen, die mein Mittagessen wegfutterten, sehenswert.
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Die anscheinend keine Angst vor Nix haben. Während wir auf das Essen warteten (Neeeeeeeeein, es wurde nicht frisch gefangen, und aufgetischt), kamen zwei Pfaue an. Die dann von einer Meerkatze mal eben rumgescheucht wurden. Und keck, wie Kleine eben sind, wird dann mal kurz zurück gewichen, wenn der Pfau sein Rad schlägt, und weiter geht´s.
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Zwei Cidre später, auf zur Safari. Als ich das Gefährt sah, mit dem wir uns also in dem Wildpark bewegen, fiel mir ein Satz vom Morgen ein, den wir gehört haben: wenn Sie mit dem eigenen Auto fahren, halten Sie die Fenster geschlossen. Nur, die schien man in diesem Gefährt irgendwie vergessen zu haben. Oder wollte man es doch den Löwen, Füchsen, einfacher machen?
Los geht´s, und schon nach den ersten 200m die ersten Tiere. Zebras. Angucken, erklären lassen, weiter fahren. Um Zebras zu sehen, gefolgt von Zebras, auf die Zebras folgen. Nein, ein paar Ipalmas sind auch dazwischen.
Und es sollte doch noch kommen, wie es zu sein hat: der Elefant. Bewegt er sich doch auf die Straße zu, um immer näher an uns heran zu kommen. Theoretisch hätte ich die Hand ausstrecken können. Mal davon abgesehen, daß da der Fotoapparat war, hatte da auch der Ranger irgendwie was gegen. Sieht schon verdammt imposant aus, wenn er so ganz langsam an unserem Bus vorbei geht, neugierig mit den viel zu kleinen Augen für so einen Kopf uns beäugt, hinter dem Wagen steht, und........ pinkelt. Na super, das hält er also von uns.

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Nun denn, wie Eingangs erwähnt, Mittags ist zu spät. Leider. Wir hätten morgens da sein sollen, wenn es wild(er) ist. So hatten wir leider nicht viel Glück, um viel zu sehen. Es wurde immer schneller dunkel, man wollte mit uns zurück. Mein Einwand, daß ich nix gegen Risiko habe, wurde einfach so überhört. Och Menno, das hätte bestimmt was, so Nachts in einem Erdloch zu liegen, zu gucken, zu hören. Und wahrscheinlich ab und zu mal einen kleinen Tod sterben.

Doch vorher noch ein paar Nashörner, um genau zu sein, Breitmaul-Nashörner. Man erkennt das Männchen daran, daß........
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Zurück im Hotel, schnell duschen, ich war zu einem entspannten Abend mit einer Kollegin von HBS (HostBroadcastServices) eingeladen. Ausnahmsweise ging mein Zimmerkollege Wim mal eher ins Bett. Und als ich dann spät(er) rein kam, war alles dunkel, ruhig, ich also auch. Nur eins leider nicht: die Tür der Toilette. Und in dem Moment hatte ich ein Grinsen im Gesicht. Kennen wir das nicht alle von früher? Man kam von der Disse heim, von der Party, und wollte nicht, daß die Eltern mitbekommen, wann man nach Hause kommt. War doch später, als vereinbart. Und heute, 25 Jahre später, ich bin 39, und muß lachen, wenn ich daran denke, daß ich jetzt diesen Gedankengang hatte.

Jetzt sende ich erst mal, und später dann noch ein kleiner Bericht vom Samstag in Pretoria.

Also, drückt mal alle die Daumen, daß es Jo´burg ab morgen ist Happy


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