Slumdog Millionaire

oder: Ohne Daunenjacke in Afrika

Nun denn, da sind wir. In Bloemfontain, Südafrika. Vorgestern morgen um 9 Uhr ging es los, gestern um 12:30 Uhr sind wir dann in Bloemfontain angekommen. Im Regen. Auf dem Flughafen mit dem wohl schnellsten einzigen Förderband der Welt. Wenn dann zwei Maschinen gleichzeitig entladen werden, gibt das genügend Zeit, der Müdigkeit vollen Lauf zu lassen, und ununterbrochen zu gähnen.
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Vom Flughafen aus mit der wohl nettesten Taxifahrerin der Welt zum Stadion. Und erst einmal der Akkreditierungs-Lauf. Und schon hatte ich ein Dejà-vu. „Unsere Systeme laufen gerade nicht.“ Nun gut, wir warten. Inzwischen verbreiten wir gute Laune, weil wir uns herrlich über die offen rumliegende Mappe über „das Verhalten im Falle von Bombendrohungen“ amüsieren. „Warum haben Sie die Bombe gelegt?“ „Wo wohnen Sie?“
Station 1 der Akkreditierung ist geschafft, auf zum Foto. Nach 5min. habe ich dann mal dem jungen Mann geholfen, mich zu finden. Also, nicht im Objektiv, sondern im System. Nach „Thomas Sven Marcus“ zu suchen, macht keinen Sinn, wenn es nur den Nachnamen akzeptiert.
Während des Wartens auf die Akkreditierung lernen wir dann schon einmal die brasilianische Produktionsleiterin kennen. Die einen mittelschweren Schock für uns bereithält: Doppelzimmer!
Erst mal zum Ü-Wagen, kurze Stadiontour, kleinere Deals mit HBS, die mir die Arbeit erleichtern, kurze Besprechung mit den brasilianischen Kollegen. Und ab ins Hotel. Vorher aber erst einmal im Regen wartend, übermüdet, durchgefroren.
Im Hotel dann keine Chance - vollkommen ausgebucht. Und es ist ein wirklich schönes, geniales, gutes Hotel. Nun denn, die erste Nacht im Doppelzimmer ist vorbei, jetzt werden wir mal frühstücken, und im Laufe des Tages an der Lösung arbeiten. Denn ansonsten töte ich Peter entweder, oder wir heiraten.
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Fotos gibt´s heute abend, ich brauch erst mal einen Kaffee.

Ach so, ja, Slumdog Millionaire - nachdem es ja nie geklappt hat, den im Kino zu sehen, habe ich den Film auf dem Flug gesehen. Und da er wahr ist, ist er ja wohl die schönste Liebesgeschichte seit Romeo und Julia.
Und dank Peter habe ich jetzt Alpträume, bin wahnsinnig (noch mehr als vorher). Denn während ich geschlafen habe im Flieger, und die Kopfhörer wohl noch aufhatte, hat er mir wohl 3 mal die Songs aus dem „Dschungelbuch“ auf die Ohren gegeben, und dann 4 mal die schönsten Kinderlieder. Das nennt man wohl Tiefenhypnose dann.

Tot ziens!
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