Dicke Luft
05.August.2008
So langsam trudeln die Sportler im olympischen Dorf in Peking ein. Das wird auch Zeit, denn die Akklimatisierung an das feucht-heiße Klima in Chinas Hauptstadt ist dringend notwendig.

Zusätzlich sind Probleme mit der schlechten Luft zu erwarten. Das Internationale Olympische Komitee möchte dem vorbeugen und lässt deshalb stündlich die Luftqualität in Peking analysieren. "Ich bin mir aber sicher, dass die Luft Athleten und Besuchern keine Probleme machen wird", versucht Professor Arne Ljungqvist, Chef der Medizinischen Kommission des IOC, auf gut Wetter zu machen. Sollten dennoch Probleme auftreten, werde man sofort reagieren und gegebenenfalls die Verlegung von Wettkampfstätten diskutieren. Bisher aber sieht es so aus, als könnte alles bleiben, wie ursprünglich geplant.
Bei der Bewertung der Luftqualität in Peking legt die Medizinische Kommission die strengen Standards der Weltgesundheitsorganisation zugrunde. "Diese Standards sind recht schwer einzuhalten, aber in vielen Bereichen gelingt Peking das", erklärte Ljungvist.
Bis Montag hatte in Peking schönstes Wetter geherrscht, seit Dienstag aber hängt wieder eine Dunstglocke über Chinas Hauptstadt.
Der deutsche Teamarzt Wilfried Kindermann sieht die größten Probleme in Peking aber in der großen Luftfeuchtigkeit: "Von den Temperaturen ist das hier ähnlich wie in Atlanta, Los Angeles oder Athen. Aber Peking - das werden die feuchtesten Spiele der olympischen Geschichte."
Mit drastischen Maßnahmen versuchen die Pekinger Behörden derzeit, die schlechte Luft, die sonst über Peking hängt, bis zum Beginn der Spiele im Griff zu haben. Um übermäßige Belastungen zu vermeiden, dürfen während der Spiele nur die Hälfte der rund 3,3 Millionen Autos fahren, zusätzlich wurden zahlreiche Fabriken rund um die Metropole stillgelegt.
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