Ein Schiff wird kommen
14.August.2008
oder: Regentropfen, die an mein Fenster klopfen

Was fing der Tag wieder früh an. Und wieder nur mit Apfelsaft. Der Kaffee ist harntreibend, hat aber auch gar nichts mit dem aus einer Jura zu tun. Und doch: er macht wach.
Privat-Taxi zum Compund. Auf Grund der Fülle der Wettbewerbe heute wollen wir schon ganz früh mit TOC und CDT testen. Jeden Tag die gleichen Tests. Was für mich heißt: Effekte aus, Snapshot „Valid Test“ laden, Danke TOC und CDT, Snapshot „Archery“ laden, zweiten Kaffee des Tages holen.
Die Wettbewerbe beginnen. Und laufen bis zur Pause gut durch. Ich komme gerade vom Lunch, schaue mal kurz in den Himmel. Hhhmmm, die Wolken gefallen mir gar nicht. Kaum wieder am Ü-Wagen, kommt ein Wind auf, der fast meinen Antennenmast weg weht. Und wo sind meine koreanischen Tonleute? Nicht zu finden. Also, Antennen trennen, ab mit Thierry (Ü-Wagenleiter) auf´s Golfcar, und ruckzuck zum Set. Alle Mikrofone abdecken, er die Abdeckungen von den Kameras nochmal überprüfen. Dazu sammel ich noch alle Grenzflächenmikros ein (die machen das „WuschWuschWusch“, wenn der Bogen fliegt). Gerade noch rechtzeitig. Denn kaum hatte ich alle im Sack, und die Atmomikrofone unter Planen verschwinden lassen, ging es los. Duster, stürmisch, und das Wasser fällt Eimerweise. Gut, daß erst mal zwei Stunden pause ist. iPod nach draußen patchen, und Regenparty mit Hed Kandi. Der Regen hört den restlichen Tag nicht mehr auf. Und doch hat der Rest der Wettbewerbes stattgefunden. Denn es gab wieder Goldmedaillien zu verteilen. Allerdings ohne „WuschWuschWusch“, die Grenzflächen wieder hinzulegen, erschien mir nicht sinnig. Erstens würden nur die Regentropfen drauf fallen, und dann ist nur das zu hören, und außerdem sind die Mikros zu teuer. Also Zuschaueratmo, und die Effekte vom Bogen, und von der Zielscheibe.
Der Hintergrund, daß Thierry und ich so losgestürmt sind: beim letzten Regen kamen meine Techniker mit den Mikrofonen zurück, in einer Pappbox, und sind ab zum Bus. So durfte ich sie erst einmal aus den Windfellen holen, die zum Trocknen aufhängen, die Windschütze von den Mikros nehmen.
Und morgen ist der letzte Tag hier beim Bogenschießen. Thierry und ich haben beschlossen, komplett danach abzubauen, damit wir den Samstag frei haben. Und endlich in die Verbotene Stadt können, in den Temple of Heaven. OK, wahrscheinlich ich alleine, weil: 8:30 Uhr da zu sein, ist ihm zu früh.
Also, noch ein paar Produktions- und Wetterfotos, und Sonntag dann welche von Beijing
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