Einmal das 10er-Ticket bitte

oder: Zusammen getrennt

So sind wir jetzt also seit Montag in Johannesburg.
Doch nochmal kurz zurück nach Pretoria. Der Tag fing total entspannt an. So gegen 13 Uhr sind wir dann mal aufgebrochen, etwas von Pretoria zu sehen. Und was soll ich sagen, ich kam mir sehr japanisch vor. Wir saßen doch tatsächlich im VW-Bus, haben an Sehenswürdigkeiten angehalten, die in irgendeinem Reiseführer standen, es wurden Fotos gemacht, und wieder rein. Ja Hallo, ist das jetzt Afrika in 24h, oder was?!
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Dann nochmal angehalten, weil es eine Menschenmenge zu sehen gab. „Oh, das ist bestimmt Straßentheater.“ Nein, es war Straßentanz, wir Weißbrote wurden natürlich erst mal kritisch beäugt, und dann sind wir etwas über die Einkaufsstrasse gelaufen. Essen (so gut, wie schon seit Tagen nicht mehr), zurück zum Hotel.
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Fazit des Tages: ich lass mich nicht mehr überreden, mach es wieder auf eigene Faust, bzw. zu Zweit, denn das Interessante habe ich nicht sehen können, wir sind dran vorbeigefahren. (Nein, ich bin nicht Böse, oder so, es war ein Versuch wert, es mal in einer gemischten Gruppe zu probieren. Wim hat sich auch 4mal entschuldigt, mich überredet zu haben, er selber fand es auch nicht so prickelnd Winking )
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Dann noch ein Spiel, und es wurde schnell klar, es geht nach Jo´burg. Abbau, morgens um 3 Uhr im Hotel, 4 Stunden schlafen, Abfahrt nach Jo´burg.

Ankunft im Compound, wo Alfacam ja auch den Host macht. Und schon nach ein paar Minuten wollten wir zurück nach Bloemfontein oder Pretoria. Dort war alles irgendwie familiärer, nicht so viele Menschen involviert. Die Entscheidungswege waren kürzer und schneller. Nun denn, wir waren auch schneller fertig. Erstens, weil wir ja mittlerweile jedes Kabel kennen, und dann, weil mittlerweile drei Triax kaputt sind. Natürlich ist im Warehouse kein Ersatz mehr da. Also, morgen reparieren. Erst mal ab zum Hotel.
Auf der Fahrt dorthin kann man tatsächlich den Eindruck bekommen, daß Jo´burg mal die gefährlichste Stadt der Welt war (mittlerweile ist es ja Rio). Man fühlt sich in den Straßen an so manchen Film erinnert, es fehlen nur noch die brennenden Mülltonnen.
In Johannesburg war das Problem so groß, dass hier die Zahl der Morde die Anzahl der Verkehrstoten übertraf. Inzwischen hat sich die Lage jedoch deutlich verbessert. Durch Überwachungsmaßnahmen, Aufwertung des Stadtzentrums durch kulturelle Angebote und die Rückkehr des Einzelhandels ist die Sicherheitslage deutlich entschärft worden. Seit 2005 steigt es wieder an. Jeder, selbst diejenigen, die hier wohnen, raten uns ab, mit Einbruch der Dunkelheit noch raus zu gehen.
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Was dann heißt: im Hotel bleiben. Und diesesmal haben wir echt Glück. Denn: auch, wenn wir weiterhin zu Zweit in einem Zimmer sind, gibt es endlich mal getrennte Schlafzimmer. Es sind Appartements. Nur doof, daß ich weiterhin der Frühaufsteher bin, und um 7:30 Uhr die Dusche geht. Sorry, Wim Winking

Der nächste Tag. Reparieren, warten. Darauf, daß wir endlich mal proben. Wir sind um 11 Uhr im Compound, warten bis 17 Uhr. Dann für 15min. proben, Ende des Tages. Zumindest beruflich. Essen fassen, irgendwo in der Nähe des Hotels.

Hört sich alles langweilig an? Neeee, ist es nicht. Zum Glück sind wir Unilateral, mit und für die Brasilianer. Macht Spaß, wir haben den mit denen, und die auch mit uns. Das wird einem richtig bewußt, wenn man sieht, wie unsere 22 Kollegen, die den Host machen, hier rumlungern Winking Freu mich schon auf 2010, wenn wir mit denen wieder hier sind, rum fahren. Und dann auch ganz bestimmt mehr sehen, von Cape Town, Durban, oder so. Hier, bei dieser Tour, ist der Zeitrahmen doch sehr eng gesteckt, schade, doch wir kommen ja wieder. Auch nach Pretoria.
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Also, 17:30 Uhr, mal gucken, wann wir heute vom Sender gehen. DAS müssen wir denen noch beibringen, uns mal den Tagesablauf mitzuteilen. Doch ich glaube, so ganz wissen die Brasilianer den selber nicht.
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Später also mehr Happy (Auch nach Plüderhausen)
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