Alfacam on Safari
18.Juni.2009
oder: Angriff der Killer-Tauben
6 Uhr aufstehen, 7:30 Uhr in den Ü-Wagen, und 460km später sind wir in Pretoria angekommen. Doch vorher hatte ich noch etwas Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn nach dem Abbau in der Nacht vermißten wir unser jüngstes Teammitglied. Im Scherz meinte Einer, der ist bestimmt den Sicherheitsleuten in die Finger geraten. Und so war es auch. Wollte er doch sich und uns was Gutes tun, und eine Flasche Rotwein aus der Hospitality besorgen. Wurd dabei erwischt, und die Sicherheitsleute wollten ihn der Polizei übergeben. Nun ja, nachdem ich versichert hatte, daß ich ihn ins Gebet nehme, ein Auge auf ihn habe, konnten wir ihn mitnehmen, und endlich zum Hotel fahren.
In Pretoria angekommen, hieß es dann erstmal, mit den Fahrzeugen in die Sicherheitskontrolle. Und da Feiertag war, herrschte Ruhe und Langeweile, was uns dann eine Stunde warten bescherte. Ü- und Rüstwagen wurden sehr genau kontrolliert. Inklusive Drogenhund durch die Wagen. Dann per Polizeieskorte zum Broadcast-Compound. Was auch nicht so ganz ohne war. Die Eskorte übernimmt die Metro-Police, und für die Sicherheit ist die State-Police zuständig. Und hier spiegelt sich das wieder, was mir jetzt schon öfter aufgefallen ist, und ich mitbekommen habe: eine Spannung zwischen Schwarz und Weiß. Man ist sich nicht so richtig grün miteinander. Und das wurde bei der Kontrolle sehr deutlich. Man sitzt richtig weit auseinander, man spricht nicht miteinander. Und wie mir ein Mitarbeiter von Schenker erzählte, ist von einem State-Police-Officer in einem Meeting der Satz gefallen „Ihr Weißen haltet euch ja sowieso für was Besseres.“ Schade.
Und was auch auffällt: die Namen von Straßen und Orten werden geändert. Weg vom Englischen, Afrikaans, hin zu Tswana, Ndebele zurück. So heißt es auch nicht mehr Pretoria, sondern Tshwane. Man sieht es auf allen offiziellen Autos, Schildern, Ankündigungen.










Nun denn, endlich wieder Kabel ziehen dürfen. Danach, es ist schon längst dunkel, zum Hotel. Da macht so eine Sightseeing-Tour, die unser Fahrer mit uns gemacht hat, nicht so richtig Sinn. Während der Rest dann noch mal in die Stadt zurück ist, um was zu essen, habe ich es mit Frank Schätzing und dem iPod in den Ohren gemütlich gemacht. So gegen 0:30 Uhr ging dann die Tür auf, Wim kam zurück, und meinte nur (wie fast alle Anderen am nächsten Morgen) „Wäre ich doch auch mal hier geblieben.“ Ätsch
Oder vielleicht doch einen der Kois, aus dem Hotelteich? Zumindest habe ich gestern abend versucht, einen zu fangen, mit den Händen. Klappte irgendwie nicht so ganz. Next try heute abend, von einer anderen Position aus.
Nächster Tag, nächste Sendung. Und sie nahm und nahm kein Ende. Um 12 Uhr angefangen, um 19 Uhr aufgehört. Pressekonferenz, Training, Studio, Interviews, wieder Studio, wieder Reporter, undsoweiter. Sendeende. Zurück zum Hotel. Wer meint, daß die Brasilianer dann aufhören mit senden...... Nö. Vor dem Hotel stehen zwei SNGs, es wird fröhlich weiter gesprochen, interviewt. Wer guckt das alles? Auf der Hotelterasse gibt es drei Standup-Positionen, eine vor dem Hotel.
Heute steht dann Brasilien-USA auf dem Programm. Das Spiel um 16 Uhr, um 12 Uhr geht es wieder auf Sendung. Und morgen endlich mal ein Tag frei. Da steht dann evtl. Safari auf dem Programm. Wir überlegen beim Frühstück, ob wir evtl. schon in der Nacht in den Wildlife-Park fahren, um das Interessante dann bei Sonnenaufgang zu sehen. Doch egal wann, Hauptsache mal endlich was sehen, erleben, statt immer nur den Ü-Wagen
Stay tuned
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