La Bohème, oder doch nicht?

oder: vom Verhalten von Baumstachlern im Schnee
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Nun denn, das ist also das Chaos in London. Und von wo kommt das böse Wetter? Gestern aus Belgien, heute aus Frankreich. Da ist er also wieder, der alte Streit.

Doch der Reihe nach.

Mittwoch vorbereiten der Ü-Wagen in Lint. Wir machen in der ENO, im Coliseum in London, die Oper, „La Bohème“, und gleichzeitig „Behind the scenes“.
( http://www.skyarts.co.uk/opera/article/la-boheme-live-on-sky-arts-in-february/ )

Donnerstag morgen um 6 Uhr Abfahrt. Ankommen, Kabel ziehen. Wie in einem alten Theater nicht anders zu erwarten, sind die Kabelwege lang, und verwinkelt. Auf Kundenwunsch gibt es auch keinen Kameraempfänger für das Mikrofon von Penny, die Backstage rumläuft, sondern an allen Punkten liegen Drops.
Freitag Restaufbau, und Probe. Nachts zurück, um kurz nach 5 Uhr war ich dann im Bett. Schon vorher haben wir entschieden, am Sonntag wieder zurück nach London zu fahren. Aus zwei Gründen: unser Sound-Mobile mußte an einen anderen Platz, was hieß, alle Kabel abzuziehen. Also am Besten noch Sonntag alles wieder testen. Und das Wetter versprach ein leichtes Schneechaos.
Also, Sonntag, 16:59 Uhr, diesmal mit dem Eurostar nach London. Und tatsächlich, kaum waren wir aus dem Tunnel raus, sahen wir die weiße Pracht. Ach so, Frank, es war wirklich kein Wassereinbruch im Tunnel, es war nur die Toilette, die in den Gang leckte.

Ankommen, verkabeln, testen, Feierabendbier und Essen beim Mexikaner, Bettchen.

Aufwachen, rausgucken, und nur noch denken „Gut, dass wir gestern gefahren sind“. Der Schnee liegt ca. 10cm hoch, in London sieht man so gut wie kein Auto, in den Nachrichten das Chaos rund um London, in England. Das ist für die Briten im Februar zuviel. Und es sieht lustig aus, Männer in properen Anzügen, und an den Füßen....... Gummistiefel. Die Londoner sind auch sehr überrascht, was man daran merkt, daß die Reifen der (wenigen zu sehenden) Autos durchdrehen, sofern sie nicht rutschen.
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Nun stehen wir an der Oper, ich habe noch mal alle meine Leitungen für „Behind the scenes“ getestet, und wir erfahren gerade, für heute ist die Vorstellung abgesagt. Man schafft es nicht, alle 220 Mitwirkenden auf und hinter der Bühne rechtzeitig hier hin zu bekommen, geschweige denn Hotelzimmer für sie zu bekommen.
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Und wir warten jetzt, was mit uns ist. Denn am Mittwoch gibt es die nächste Aufführung. Senden wir live, zeichnen wir auf, oder geht´s für uns zurück? Wir werden es erleben, also, stay tuned.

Auf alle Fälle gehen wir jetzt mal eine heftige Schneeballschlacht machen. Habe ich dieses Jahr eigentlich schon Eine gemacht? Egal, zumindest war ich ja schon auf dem See schliddern. Und mit dem Leatherman habe ich hier schon große Dinge vollbracht.

Update: wir senden am Mittwoch

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