Köln-Wien-China und zurück

oder: von Schneehasen und Schiebereglern.
Was für ein Jahresende, und ein Jahresanfang. Alles in Wien.

Mikrofonierung
Zuerst einmal DAS Neujahrskonzert, aus dem Musikverein. Dieses Jahr mit einem sehr großen Aufwand an Technik. Vier Dolby-Streams, das Ballett dieses Jahr auch im Musikverein, welches beschallt werden mußte, 16 externe Kommandostellen. Und natürlich der Fernsehmix. Und daher hier ein ganz dickes DANKE an Gregor, den Tonmeister des ORF, der das Neujahrskonzert jetzt 10 Jahre begleitet hat. Gregor, ich hab Einiges bei dir mitbekommen, gelernt. Und ich mache jede Wette, auch 2009/2010 bist du anwesend, du wirst deinen Ruhestand nicht ohne genießen können.

Der Silvesterabend fand dann auf dem Rathausplatz statt. Sekt, Walzer um 0 Uhr, zum Glück ein funktionierendes Telefonnetz um kurz nach 0 Uhr. Schön auch, daß beide Parteien im Foto festgehalten wurden.

Neujahrskonzert live, einwandfrei über die Fernsehschirme gesendet, Abbau, Rückflug. Todmüde ins Bett.

Und 120 Stunden später bin ich wieder am Musikverein. Die Ü-Wagen blieben ja stehen, denn wir hatten wieder zwei Konzerte aufzuzeichnen. Das Erste, ein traditionelles chinesisches Orchester. Mit traditioneller chinesischer Musik. Naja, dann mal ran ans Werk. Hat einer mal Partituren? Nein, OK, dann eben intuitiv. Nachdem das Orchester saß, die Mikrofone gehängt waren, die ersten 3 Stücke geprobt waren, der kleine Schock. Das Orchester setzt sich um, wird kleiner. Aha, nun gut. Alles irgendwie machbar, zum Wundern ist keine Zeit. Probe zu Ende, Essen gehen, 19:30 Uhr Aufzeichnung.
Ach ja, Kuriosität am Rande: interessant ist im Programmheft die Reihenfolge der wichtigen Musiker zu lesen. Von „von staatlicher Stelle anerkannte(r) erstklassige Künstler(in)“ über „von staatlicher Stelle anerkannter Künstler(in)“, zu..... nix. Künstler(in), Musiker(in). Und dazu kommt, daß in DEM Musikverein, der Heimat der Wiener Philhamoniker, eine „von staatlicher Stelle anerkannte erstklassie Künstlerin“ mit der Akustik ja nun überhaupt nicht einverstanden und zufrieden war. Da wurde um jeden cm auf der Bühne gefeilscht, ausgeklatscht. Nun ja.....

Zwei Tage später, wieder Musikverein, diesmal das Chinesische Neujahrskonzert aus Wien. Großes Sinfonieorchester und Vokal-Solistin. Die Probe, nun ja, wäre schön gewesen, wenn wir mal ein Stück ohne Unterbrechungen geprobt hätten. Ein paar Feinschliffe nach der Probe, McDonalds, Sendung. Und es lief einfach nur gut. Das Orchester hat zwar im letzten Drittel etwas an Intonation eingebüßt, doch was soll´s. Klang gut (hoffe ich doch), sah gut aus.

Kurz gesagt: was für ein Jahresanfang. Dazu noch Reisepläne, Stadteinladungen, virtuelle Schneeballschlachten, und 60 alte neue Freunde. Die ersten 240 Stunden des Jahres haben es in sich. Dank Skype und Mail sind auch Zeitverschiebungen uninteressant. Und iTunes kennt Radiosender aus Detroit, na Bitte. Wenn das so weitergeht, na, dann Prosit 2009.

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