Politikum
23.August.2008
oder: mein Hut hat 8 Ecken

Was für ein Fünfkampf geht zu Ende. Am ersten Tag Bildtechnisch eine Katastrophe. Es wurde On Air geblendet, die Farben verstellt, keine Kamera sah wie die Andere aus. Was hieß das für unsere chinesischen Kollegen am nächsten Tag? Das sie zugucken mußten, wie zwei Alfacam-Kollegen das machen. Sozusagen Lehrstunde. Sind dafür die Olympischen Spiele da? Zumindest die Bildtechniker haben wir nicht als Freunde gewonnen.
Nun denn, der Freitag war vorüber, Deutschland hat eine Goldene geholt, während ich dabei war, was dann dazu führte, daß die Chinesen während der Nationalhymne in die Tonregie kamen, und mir gratulierten. Öhm, ich habe die nicht geholt, die Medaillie. Obwohl, ich habe ja auch eine bekommen. Haben sie also doch Recht gehabt. Wußten sie zu dem Moment nur noch nicht.
Dann Komplettabbau unseres Sportevents. Da wir nur noch zu dritt waren, so ab 22 Uhr, hat er sich dementsprechend hingezogen, TOC, Grafik und Timing zurückzuziehen, alle Kameras in den Rüstwagen zu verstauen. Und der Ü-Wagen mußte ja auch wieder in seinen Ursprungszustand gebracht werden. Irgendwann war das alles so weit, und wir haben Feierabend gemacht. Oder Feiermorgen? War nämlich mal wieder 4 Uhr.
Kurz was hinlegen, denn ein paar Stunden später mußten wir ja wieder da sein. Es galt, die Triax- und Audiomultikabel von unserer Kabelcrew in Empfang zu nehmen, und zu verstauen.
Viertel nach drei, diesmal mittags, ging endlich die Klappe zum Rüster zu. Das waren sie, die Olympischen Spiele Beijing 2008. Zumindest sportlich. Eine Sache gibt es ja noch...
Also ab zum Temple of Lama. Uhps, hat nur noch 45min. auf. Muß reichen. Imposant, interessant, vor allem die Statue von 18m Höhe des Buddha. Und, liebe Touris, wenn es heißt „Hier bitte keine Fotos“, dann respektiert es doch einfach. Die Mönche werden schon ihre Gründe haben, warum sie das nicht möchten. Und dann bitte schon gar nicht, posierend vor der Statue. Ich glaube, ich habe nicht gerade nett geschaut, als ich Deutsch als Sprache vernommen habe.
Als Abendessen habe ich mir dann etwas gewünscht. Pizzahut. Bitte kein Chinesisch mehr. Das nur noch beim Original-Chinesen zuhause um die Ecke
Aber am Donnerstag dann einen Jura-Kaffee.
So nähert es sich mit großen Schritten dem Ende. 22 Ü-Wagen aus Belgien treten die Heimreise am Mittwoch an, 235 Kameras. Ein Großteil der 115 Crew-Mitglieder ist schon zuhause, oder auf dem Weg. Das merkt man auch im Hotel, es ist merklich leerer und ruhiger geworden.
Noch ein paar Fotos, bevor es morgen dann ans Fazit geht.
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