Tropical Night

oder: von Warmduschern

Wer von uns hat nicht schon mal geantwortet, auf die Frage "Wie ist denn das Wetter bei euch?" mit "Hör auf, hier geht gerade die Welt unter." Nun, nach gestern abend werde ich das in unseren Breitengeraden so schnell nicht mehr sagen.
Ab ca. 18:30 Uhr ist es hier ja doch recht dunkel. Und vor allem Moskito-Flugzeit. Und den ganzen Tag war es schon recht drückend, und es hat zwischendurch auch mal (wieder) heftig geregnet. Wir hatten schon Befürchtung, daß unser Spiel (USA vs. VAE) auch unterbrochen oder abgesagt wird, wie vor ein paar Tagen in Abuja.

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Doch es hörte rechtzeitig auf, wurde schnell wieder so warm und schwül, daß viel Flüssigkeit verdunstet ist, nicht nur äußerlich, auch innerlich. Was wir hier mittlerweile an Wasser und Limo zu uns nehmen...

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Anpfiff, und unser Kommentator (Guide) hatte wieder Einiges zu erzählen, so jenseits des Spiels, denn es war sterbenslangweilig. Und doch recht laut von den Fans her. Trommeln überall, und diese Tröten. Wenn auf die Fans umgeschnitten wird, ist es witzig anzusehen, daß diese Stimmung machen, Krach machen, doch am Spiel überhaupt kein Interesse haben Winking

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Wer mit vollem Einsatz dabei war, war unser nigerianischer Kollege. Der hat immer schön meinem Komm ins Mikro gebrüllt, und so auch seinen Weg auf meinen Weg 3 und 4 des Satelliten gefunden, und wurde weltweit gesendet Winking In der Halbzeitpause haben wir unseren Komm mal eben einen Meter nach links gesetzt, und Ruhe wurde es Winking

Was man von unseren Mägen nicht behaupten konnten, die sich immer lauter zu Wort meldeten. So gegen 13 Uhr sollte Catering vorgesehen sein... an der Wortwahl merkt man, es war (mal wieder) nicht da... in der Halbzeitpause bin ich mal eben schnell in unseren Container gerannt, für ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk... und das Catering wurde aufgebaut... 16:54 Uhr... auch nicht schlecht. Ich könne jetzt was Essen. Neee, kann ich jetzt nicht, denn ich muß wieder an den Arbeitsplatz, und da ist es mit Essen gaaaanz schlecht.

Nun denn, so hatten wir was zum Abendessen, gegen 18:30 Uhr haben wir dann mal was gegessen. Die Nudeln waren jedoch nicht schlecht, gut gewürzt.

Nach all dem Organisatorischen endlich Rückfahrt zum Hotel, Ende eines langen, heißen, drückenden, schwülen Tages. Ab unter die Dusche, ohne nicht vorher noch eine Kakerlake ins Jenseits zu befördern. Ich weiß schon, warum ich meinen Koffer nicht ausgepackt habe, und der immer wieder zugemacht wird, und die Schuhe oben draug gestellt werden...

Und es war noch dunkler als sonst. Dann kam er... der Regen. Sowas habe ich noch nicht gesehen, gehört. Schade, daß ich nichts zum Aufnehmen mit habe. Der Regen auf´s Dach, der Wind um´s Haus, und dann endlich der Donner. Der wäre in 5.1 richtig gut geworden. Ich sollte mich mal für die nächsten Tage vorbereiten. Nun ja, aus dem Fenster guckend, sehe ich nicht nur, wie überall die Lichter ausgehen, auch in 20, 30km Entfernung, sondern auch langsam eine richtig dicke Nebelwand aus der Ferne kommen.
Irgendwann ist alles vorbei, man sieht nur noch die roten Lichter von Antennenmasten, ansonsten ist und bleibt es dunkel. Auch der Generator im Hotel hat mehr als Mühe anzuspringen. Immer wieder geht er aus, doch irgendwann hat er es dann geschafft, mit der Last umzugehen, und anzubleiben. Die Mobilfunkstationen sind übrigens bis jetzt stromlos.

Also, Ray Charles weiter gucken...

Und dann, heute morgen, man kann es ja nochmal versuchen... Jaaaaaaaaaa, warmes Wasser kommt aus der Dusche, da kann man doch direkt mal ausgiebiger duschen. Und ich meinem Motto als Warmduscher gerecht werden. Der Beckenrandschwimmer kommt dann heut mittag.
Denn es ist Off-Day. Mit dem wir noch nicht so genau wissen, was wir anstellen. Ein Cocktail, oder Crémant hätte jetzt was...

Also dann,
tot straks
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