Off Air

oder: von Menschen, Märkten, Instrumenten

Freitag... also, nicht als Wochentag, sondern es ist Spielfrei, keine Vorbereitungen, und das bis Samstag. Da ist dann wieder MD-1. Doch zuerst ein Nachtrag zu gestern: nicht alles, was Spanisch oder Portugiesisch klingt, ist auch solches. So gibt es zum Beispiel die Staaten Kolumbien und Argentinien. Klingt fast genauso, ist aber was anderes, und vor allem endete das Spiel noch VOR der Verlängerung in der 93. Minute mit 3 zu 2, und wir brauchten nicht in die Überstunden zu gehen.

Was also heute tun? Fangen wir mal mit dem Nörgeln an Winking 8 Uhr Frühstück... nachdem wir ansonsten so gegen 7:30 Uhr langsam erscheinen, war ich etwas erstaunt, als Baptiste und ich unten waren, daß es noch keinen Kaffee gab, keinen Saft, der Toaster noch nicht glühte, keine Milch, bzw. Joghurt für die Cornflakes, doch ein Zettel auf den Tischen. "Exklusiv, und nur für die Mitglieder der Internationalen Mediencrew" hat unser Hotel eine Ausflugstour organisiert. Zu einem Berg, einem Golfclub, und einem Kitschmarkt. Für die Kleinigkeit von Niara 6000,-, was dann 40 US-$ macht. Komisch, Niemand von uns nimmt teil.

Danach erst mal wieder ins Zimmer, langsam den Tag beginnen lassen. tagesschau.de geht nicht, weil das Internet im Hotel verrückt spielt. Nun gut, also Buch raus, weiterlesen. Später noch mal nach dem Netz aller Netze gucken, denn ich müßte da noch mind. eine dringende Mail weg schicken... geht, geht nicht, geht, geht nicht, usw. Faxen dicke, MacBook Pro unter den Arm, ab zur Rezeption, und freundlich nachfragen, wo denn der Router steht. Ist ja nicht so, daß ich mir nicht schon die Struktur des Hotels mal näher angeguckt habe, und innerlich zusammengezuckt bin. Sollte jetzt etwas besser gehen.

Baptiste hat einen Transport für uns organisiert, denn so Mancher möchte gerne Souvenirs mitnehmen. Nun denn, wir kommen so mal aus dem offenen Vollzug raus. Und so führte uns der Weg auf zwei Märkte, und vor allem der Zweite hat es uns angetan, wir dürften jetzt so die nächsten zwei Jahre Stadtgespräch sein, vor allem meine Tontechnikerin Maike Winking Die Menschen waren nicht nur neugierig auf uns, sondern auch total freundlich, haben sich richtig gefreut, und von überall hieß es "Welcome to Nigeria." War schon lustig. Für den Rest lasse ich einfach mal die Fotos sprechen.
Spaßig wurde es, als eine Frau Maike einen Hocker brachte, zum sitzen. Erst wußte die Arme gar nicht, wie sie damit umgehen sollte, so im Mittelpunkt des Interesses. Nicht nur, daß sie ja schon mit einem Stammeshäuptling verkuppelt werden sollte, jetzt auch noch das. Tja, angehende Prinzessin Winking Was ich dann zur Freude der Menschentraube um uns herum dadurch unterstrichen habe, daß ich mal eben auf die Knie gegangen bin, und ihr gehuldigt habe Winking Hoffentlich merkt sie sich das nicht bis Samstag, sonst muß ich wohl "Eure Durchlaucht" oder so übern Funk sagen.

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Rechtzeitig zurück waren wir, denn seitdem herrscht hier schon wieder der Regen, das Gewitter, kurz: Unwetter

Und morgen werden wir mal eine lokale Fernsehstation unsicher machen. Geht doch also mit der Freizeit. Doch erst mal diese eine Mail, und tagesschau.de. Denn wenn ich es richtig gehört habe, ist in Nigeria wieder die Cholera ausgebrochen, mal gucken, ob es stimmt, und auch hier, in unserer Umgebung.

Tot straks

nigeria91nigeria92nigeria93nigeria94nigeria95nigeria96 Da ich auch nachfragen mußte: das ist die Waschmaschine für die Handwäsche



nigeria97nigeria98 Der Kleine hat sich nach nur 15min. zum richtigen kleinen Playboy entwickelt Winkingnigeria99nigeria100nigeria101nigeria102nigeria103nigeria104nigeria105nigeria106nigeria107nigeria108nigeria109 Banana-Joenigeria110Einer unserer Securitiesnigeria111
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