Afrikanische Abenteu(r)er
27.Oktober.2009
oder: African tim(e)ings
Montag Abend, die PA direkt neben meinem Balkon im Hotel dröhnt aus allen Weichholzfaserteilen… das kann ja eine Nacht werden… doch der Reihe nach…
Sonntag morgen, Köln Hbf. Mein Auto ging in die Hand meiner Schwester, und ich zum ICE, der mich zum Flughafen Frankfurt bringt. Dort angekommen, sofort zum Check-In, der ja noch im Bahnhof selber ist. 2x23kg dürfen wir mitnehmen, nach Nigeria. Wer jetzt meint, das auch ein Gepäckstück von 25.6kg erlaubt ist, rechnet nicht damit, daß auch eine Mitte Zwanzig Jahre alte Bodenstewardess ziemlich deutsch sein kann… Also umpacken, in die Tasche, die ich eigentlich als Handgepäck habe, und mit aufgeben. Oh mein MacBook Pro, meine externe Tastatur, Festplatte, werde ich euch heil wieder sehen??
Auf in den Flieger… der natürlich voll ist, und ich mal wieder froh bin, mir schon vorher den Sitzplatz auszusuchen, online, die Wahl habe ich gut getroffen. Takeoff, die Getränke kommen. Was mir auffällt, ich bin zwar nicht das einzige Weißbrot an Bord, doch der Einzige, der wohl Deutsch spricht. Was die Stewardessen und Stewards häufig vergessen macht, daß ich sie verstehe… so haben wir Vier etwas über 6h viel Spaß zusammen. Und mit Kerstin, der Purserette, bin ich jetzt per Du, sonst lasse ich mir meine Haare färben, weil man mir dann das Alter doch wohl viel zu sehr ansieht, wenn man andauernd gesiezt wird
Angekommen in Lagos werde ich direkt abgefangen von Zöllnern, und bekomme die FIFA-Sonderbehandlung… kein Anstehen in der Schlange, mein Pass wandert irgendwo hin, und ich zum Gepäckband.
Wenn das jetzt auch noch wußte, daß ich gerne den Flughafen verlassen möchte, würde es vielleicht nicht nach ca. 12 Koffern aufhören zu befördern, für 15min. nix machen, dann für 30 Sek. anlaufen, wieder stehen bleiben, usw. Nun denn, irgendwann ging es dann munter weiter, alle Koffer kamen. Und auch alle 5min. mein persönlicher Security-Officer, ob ich denn jetzt alles hätte. Na, natürlich, ich stehe hier am Band, weil ich Rudi Carell so gerne gesehen habe, und warte nur noch auf das Fragezeichen…
Alles da und heil, ich langsam durch geschwitzt, denn es ist drückend, treffe ich den Rest von meiner Crew, die über Paris gekommen ist.
Zusammen warten wir auf den Transport nach Ijebu Ode… eigentlich… denn irgendwie klappt das nicht. Kein Bus, Niemand für uns da. Was funktioniert, ist das Telefongespräch mit den Verantwortlichen. Ja, wir kümmern uns drum, gleich holen wir euch.. zwei Stunden später, wissen wir zumindest schon mal, daß es heute nicht mehr nach Ijebu Ode geht, denn es ist jetzt dunkel. Man würde uns in Lagos für eine Nacht unterbringen, man wisse nur noch nicht wo, und wie wir dahin kommen. Denn, da es ja schon dunkel ist,…
Eine Stunde später wissen wir zumindest schon mal, daß wir ein gutes Hotel haben.
Nach 4 Stunden haben wir auch endlich einen Transport, ab zum Hotel, einchecken (21:45 Uhr), 22 Uhr essen, Feierabend, www.heia.de, 9 Uhr Frühstück.

Um 10 geht´s dann nach Ijebu Ode. Sooooo, wer von den geneigten Lesern mag jetzt mal raten, wie spät 10 Uhr nach afrikanischer Zeit ist? Na, Keiner?! Ja, da eine Meldung, 10:20 Uhr? Nein Falsch, nächster Versuch. OK, kürzen wir es ab: 12:50 Uhr geht´s dann los.
Zum nächsten Geldautomat… Baptiste hätte gern eine Handvoll von Niger. Und unser Bus wird ja von zwei Polizeifahrzeugen eskortiert. Jetzt kann man sich also das Bild vorstellen, aus dem Bus steigt eine Person aus, wird von Polizisten mit Kalaschnikovs zum Geldautomaten gebracht… Gut, daß er nicht IN die Bank gegangen ist…

Die Fahrt selber, nun, Ghana, wo ich ja 2007 war, liegt direkt neben Nigeria, und so haben auch die Straßen und Fahrweise viel Ähnlichkeit.


Endlich, nach ca. 3 Stunden in Ijebu angekommen, ab zum Hotel. Vom Regen unter Umgehung der Traufe direkt in die Sch… Warmwasser gibt´s nur auf Bestellung, die Zimmer sind spartanisch, immerhin habe ich eine UPS auf meinem Zimmer, an der der Mac immer hängen wird.
Weitab vom Schuss. Die Hälfte auf der Karte im "Restaurant" ist nicht vorhanden, verfügbar.
Doch wir haben unseren Spaß, kennen das ja schon aus Ghana, machen das Beste draus, und evtl. kommen wir ja noch in das Hotel, wo die FIFA ist, morgen oder übermorgen. Man arbeitet dran.


Und so eine Live-Mucke nigerianischer Musik mit ca. 98dB hat doch auch was… direkt vor dem Fenster…
Also, morgen mehr. Da geht´s zum ersten Mal zum Compound. Wir passen uns eben dem African Show Way an


Stay tuned...
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